Online-Dating sicher: Liebesbetrug erkennen, bevor es teuer wird
Gefälschte Profile, große Gefühle und plötzlich eine Bitte um Geld: So erkennst du Liebesbetrug und schützt deine Daten beim Kennenlernen im Netz.
Aktualisiert am 3.11.2026 · 2 Min. Lesezeit
So läuft Liebesbetrug meistens ab
Betrüger bauen über Wochen eine enge Beziehung auf – mit gestohlenen Fotos, einer berührenden Lebensgeschichte und täglichen Nachrichten. Wenn das Vertrauen groß ist, kommt eine Notlage: ein Unfall, ein festgehaltenes Paket, ein Flugticket, eine „sichere“ Geldanlage. Am Ende geht es immer um Geld. Betroffen sind Menschen jeden Alters, und es hat nichts mit Naivität zu tun – die Maschen sind professionell.
Warnzeichen
- Die Person schwärmt sehr schnell von großer Liebe oder gemeinsamer Zukunft.
- Sie will das Gespräch rasch von der Dating-Plattform in einen Messenger verlegen.
- Videoanrufe klappen nie – die Kamera ist angeblich kaputt oder die Verbindung zu schlecht.
- Sie lebt oder arbeitet angeblich weit weg, etwa im Ausland, auf einer Ölplattform oder beim Militär.
- Es gibt plötzlich eine Notlage, und nur du kannst mit Geld helfen.
- Sie erzählt von erstaunlichen Gewinnen mit Kryptowährung und will dir „zeigen, wie es geht“.
Profile prüfen
- Suche die Profilfotos über eine umgekehrte Bildersuche. Tauchen sie unter anderen Namen auf, ist das Profil gefälscht.
- Achte auf Widersprüche in der Geschichte, bei Uhrzeiten und Orten.
- Schlag einen kurzen Videoanruf vor. Wer ihn immer wieder ablehnt, hat meist etwas zu verbergen.
Deine Daten schützen
- Teile anfangs keine Adresse, keinen Arbeitgeber und keinen vollständigen Namen.
- Nutze eine eigene E-Mail-Adresse für Dating-Apps.
- Prüfe Fotos, bevor du sie schickst – sie können den Aufnahmeort verraten. Unser Foto-Check zeigt und entfernt diese Daten.
- Schick niemandem intime Bilder, den du nicht persönlich kennst. Sie werden sonst manchmal zur Erpressung genutzt.
Die wichtigste Regel
Überweise kein Geld, kaufe keine Gutscheinkarten und investiere nichts für eine Person, die du nie persönlich getroffen hast – ganz gleich, wie gut die Geschichte klingt.
Sicher zum ersten Treffen
Trefft euch an einem öffentlichen Ort, sag einer vertrauten Person Bescheid, wo du bist, und komm selbst hin und zurück.
Wenn du betroffen bist
- Brich den Kontakt ab und zahle nichts mehr – auch nicht für angebliche „Rückholdienste“, die dein Geld zurückbringen wollen. Das ist oft die nächste Betrugsstufe.
- Sichere Nachrichten, Profile und Zahlungsbelege.
- Melde das Profil der Plattform und erstatte Anzeige bei der Polizei.
- Sprich mit jemandem, dem du vertraust. Scham ist verständlich, aber du bist Opfer einer Straftat geworden.
Unsere Erste-Hilfe-Seite zeigt dir die nächsten Schritte.
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