Ratgeber

Urlaub sicher buchen: Fake-Ferienwohnungen und falsche Buchungsseiten erkennen

Traumhaus zum Spottpreis, Zahlung bitte per Überweisung? So erkennst du Betrug bei Ferienwohnungen, Hotels und Flügen – und buchst entspannt.

Aktualisiert am 3.11.2026 · 2 Min. Lesezeit

Wie Urlaubsbetrug funktioniert

Betrüger kopieren Fotos echter Unterkünfte, stellen sie zu einem verlockenden Preis online und kassieren eine Anzahlung. Wer anreist, steht vor einer fremden Tür – oder die Wohnung gibt es gar nicht. Andere Maschen sind nachgebaute Buchungsseiten, gefälschte Bestätigungen per Nachricht und angebliche Zusatzgebühren nach der Buchung.

Warnzeichen bei Unterkünften

  • Der Preis liegt deutlich unter dem, was vergleichbare Angebote in der Gegend kosten.
  • Der Anbieter will das Gespräch aus der Buchungsplattform heraus in einen Messenger oder per E-Mail verlegen.
  • Bezahlt werden soll per Überweisung ins Ausland, per Bargeld-Transferdienst, mit Gutscheinkarten oder Kryptowährung.
  • Es gibt Zeitdruck: „Drei andere Familien interessieren sich, bitte heute noch anzahlen.“
  • Die Fotos tauchen bei einer umgekehrten Bildersuche auch bei anderen Anbietern oder Orten auf.

Sicher buchen

  • Bleib mit Kommunikation und Bezahlung immer auf der Plattform, über die du gebucht hast. Nur dort greift ihr Schutz.
  • Zahle möglichst mit Kreditkarte oder einer Zahlart mit Käuferschutz.
  • Prüfe bei Ferienwohnungen privater Vermieter die Adresse auf einer Karte und, wenn möglich, mit Straßenansichten.
  • Ruf bei Hotels im Zweifel direkt unter der Nummer auf ihrer offiziellen Website an und lass dir die Buchung bestätigen.

Falsche Buchungsseiten und Nachrichten

  • Ruf Buchungsseiten selbst auf, statt auf Anzeigen oder Links aus Nachrichten zu klicken. Prüfe die Adresse genau – Nachbauten unterscheiden sich oft nur um einen Buchstaben. Unser Link-Check hilft dabei.
  • Nach einer echten Buchung kommen manchmal gefälschte Nachrichten: „Ihre Karte wurde abgelehnt, bitte Daten erneut eingeben.“ Prüfe so etwas immer im Konto der Plattform selbst.
  • Vorsicht bei Nachrichten über „Gratis-Upgrades“ oder Gewinnspiele rund um deine Reise.

Flüge und Mietwagen

Sehr günstige Tickets von unbekannten Vermittlern sind ein häufiger Trick. Buche bei der Fluggesellschaft direkt oder bei bekannten Anbietern und prüfe die Buchung danach mit dem Buchungscode auf der Website der Fluggesellschaft.

Unterwegs buchen

Buchst du im Hotel-, Flughafen- oder Café-WLAN, können andere im selben Netz unter Umständen mitlesen oder dich auf falsche Seiten umleiten. Nutze dann deine mobilen Daten oder ein VPN, das deine Verbindung bis zu unserem Server verschlüsselt.

Wenn du betroffen bist

  • Kontaktiere sofort deine Bank oder deinen Kartenanbieter und versuche, die Zahlung zu stoppen oder zurückzuholen.
  • Melde das Angebot der Plattform, damit andere geschützt werden.
  • Sichere Anzeige, Nachrichten und Zahlungsbelege und erstatte Anzeige bei der Polizei.

Unsere Erste-Hilfe-Seite zeigt dir die nächsten Schritte.

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